Mit Widukinds Zeit, dem frühen Mittelalter, den Sachsenkriegen und der Eingliederung in das fränkische Reich beginnt das Widukind Museum seine Reise durch die Jahrhunderte.

 

Tatort Enger

Im „Widukind-Knochenkrimi“ versuchen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen eine Antwort auf die Frage zu geben, warum wir eigentlich glauben, dass Widukind in der Stiftskirche in Enger begraben liegen könnte. Die wenigen Informationen über Widukind aus den fränkischen Reichsannalen waren der Ausgangspunkt für die zahlreichen anschaulichen Erzählungen, die im Laufe der Jahrhunderte über Widukind verfasst wurden.    

 

Vorbild

Während Widukind für die Franken ein Anti-Held war, erschien er den sächsischen Autoren des Mittealters als Vorbild für ihre Gegenwart: ein berühmter Krieger und wohltätiger Christ. Die Adelshäuser der frühen Neuzeit machten aus ihm einen bedeutenden Stammvater. Die Schriftsteller, Künstler und Historiker des 19. Jahrhunderts stellten ihn als charismatischen Helden dar. Der Nationalsozialismus wiederum sah in dem „Sachsenführer“ Widukind ein Idol für „Rassereinheit“, Kampfesmut und „Volksgemeinschaft“. Jede Zeit machte sich ihr eigenes Bild vom sächsischen Adeligen Widukind.

 


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Viele begeisterte Gäste haben das 2006 neu gestaltete Museum besucht.  Foto: Harald Wurm

 

 

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Für Kinder: Spannende Tätersuche und neue Erkenntnisse im Engeraner Knochenkrimi mit einem "echten" Kommissar.                 Foto: Miriam Schmidt